Beobachtungsstation: Standortbestimmung & Perspektiven
In komplexen oder unklaren Situationen ermöglicht die Beobachtungsstation eine fundierte, sechsmonatige Abklärung. Ziel ist es, die Ressourcen und Herausforderungen eines Jugendlichen ganzheitlich zu erfassen und daraus tragfähige Perspektiven für seine weitere Entwicklung zu gestalten.
In einem strukturierten Rahmen beobachten Fachpersonen das Verhalten des Jugendlichen in Wohn-, Schul- und Arbeitssituationen. Dabei werden pädagogische, psychologische und soziale Aspekte miteinander verknüpft, um ein vollständiges Bild der Situation zu gewinnen. In einem Abschlussbericht, sowie in einem psychologischen Gutachten werden die Abklärungen dargelegt und eine Empfehlung abgegeben.
Quick Facts
- Aufenthaltsdauer in der Regel sechs Monate
- Umfassende pädagogische und psychologische Abklärung
- Interdisziplinäres Team aus Fachpersonen verschiedener Bereiche
- Individueller Schulunterricht, Atelier und Schnuppereinsätze in den Betrieben
- Regelmässige Eltern- und Familiengespräche
- Abschlussbericht mit Empfehlungen
Ganzheitliche Diagnostik
Ein interdisziplinäres Team betrachtet den Jugendlichen aus verschiedenen Blickwinkeln. Wir vernetzen unsere Erkenntnisse, Verhaltensbeobachtung und Gespräche zu einem stimmigen Gesamtbild, das als verlässliche Entscheidungsgrundlage für alle weiteren Schritte dient.
Grundlage für die Zukunft
Die Empfehlungen am Ende der Beobachtungsphase sind mehr als eine Beurteilung. Sie zeigen konkrete schulische, berufliche und persönliche Wege auf und helfen, neue Motivation zu wecken. Durch den Einbezug der Familie und der beteiligten Fachstellen entsteht ein gemeinsames Verständnis für die Zukunft des Jugendlichen – als Basis für einen tragfähigen Neuanfang.